• glückliches Paar mit Neugeborenem auf dem Arm

    Persönlich

    Wertvoll

    Wegweisend

Bereitschaftspflege

Die Bereitschaftspflege ist eine kurzfristige und vorübergehende Unterbringungsform, die darauf abzielt, Kinder und Jugendliche in akuten Krisensituationen zu schützen und zu stabilisieren. Sie wird dann notwendig, wenn das Wohl eines Kindes gefährdet und eine langfristige Perspektive noch nicht geklärt ist.
Sie bietet dem Kind in dieser Übergangsphase (i.d.R. bis zu 6 Monaten) ein sicheres Umfeld, in dem es betreut und begleitet wird, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist.


Ziele der Bereitschaftspflege

Frau hält die Hand eines kleinen Kindes
Sofortige Sicherstellung des Kindeswohls in einer geschützten Umgebung.
Eine Frau hält ein Mädchen im Arm
Emotionale Stabilisierung des Kindes in einer akuten Krisensituation.
Junge Eltern spielen mit ihrem Kleinkind im Wald
Unterstützung bei der Klärung der weiteren Perspektive des Kindes in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und weiteren Fachkräften.

Kernaufgaben der Bereitschaftspflegefamilie

Sicherstellung des Kindeswohls
  • Aufnahme des Kindes auch in akuten und unvorhersehbaren Situationen
  • Schaffung eines sicheren, strukturierten und fürsorglichen Alltags
Emotionale Stabilisierung
  • Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung, um dem Kind in einer belastenden Situation Orientierung und Halt zu geben
  • Unterstützung bei der Verarbeitung der Trennungssituation und möglicher traumatischer Erfahrungen, auch im Hinblick auf Kontakte mit der Herkunftsfamilie
Kurzfristige Betreuung
  • Förderung der Grundbedürfnisse des Kindes (z.B. Ernährung, Schlaf, Hygiene)
  • Altersgerechte Betreuung und Förderung der Entwicklung, auch in einer begrenzten Zeitspanne (entsprechend der Hilfeplanung)
Kooperation mit Fachkräften
  • Berichterstattung über das Verhalten und die Bedürfnisse des Kindes, um eine fundierte Entscheidung über dessen Perspektive zu ermöglichen
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, für die Planung der weiteren Schritte
Unterstützung des Übergangs
  • Vorbereitung des Kindes auf den nächsten Lebensort (z.B. Rückkehr in die Herkunftsfamilie, Umzug in eine Pflegefamilie oder in eine Wohngruppe)
  • Förderung einer positiven Einstellung gegenüber der neuen Lebenssituation

Persönliche Anforderungen an die Bereitschaftspflegefamilie

  • Hohe Flexibilität und Bereitschaft, Kinder auch kurzfristig aufzunehmen
  • Bereitschaft zur intensiven Auseinandersetzung mit der individuellen Geschichte des Kindes
  • Offenheit für die Zusammenarbeit mit Fachkräften und anderen beteiligten Institutionen
  • Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Altersgruppen, Bedürfnisse und Biografien einzustellen

Die Bereitschaftspflege ist eine zeitlich begrenzte, aber hochintensive Form der Betreuung, die einen wesentlichen Beitrag zum Schutz von Kindern in akuten Krisen leistet. Die Bereitschaftspflegefamilien übernehmen in dieser Phase eine besonders verantwortungsvolle Rolle, indem sie den Kindern nicht nur einen sicheren Ort, sondern auch emotionale Unterstützung und Stabilität bieten. Ihre Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und anderen Fachstellen ist dabei entscheidend, um die bestmögliche Lösung für die Zukunft des Kindes zu finden.

Aufgaben Ihres Fachberaters der CFH Minden e.V.

Kurzfristige Unterbringung und Betreuung des Kindes
  • Sicherstellung einer altersgerechten, stabilen und verlässlichen Betreuung
  • Förderung eines Umfeldes, in dem das Kind zur Ruhe kommen und erste Stabilität erfahren kann
Unterstützung der Pflegefamilie
  • Beratung und Begleitung der Pflegeeltern bei allen Fragen des Pflegeverhältnisses
  • Austausch zur Gestaltung des Alltags, um den Bedürfnissen des Kindes angemessen zu begegnen
  • Hilfe bei Konflikten und Herausforderungen im Alltag
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, um die Gesamtsituation zu bewerten und Entscheidungen über den weiteren Verbleib des Kindes zu treffen
  • Teilnahme an Gesprächen und Entscheidungsprozessen
  • Unterstützung beim Umzug des Kindes zurück in die Herkunftsfamilie, in eine Pflegefamilie oder in eine Wohngruppe
Pädagogische und emotionale Unterstützung
  • Unterstützung bei der emotionalen Verarbeitung der Trennungssituation
  • Aufbau eines vertrauensvollen Verhältnisses, um dem Kind Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln
  • Unterstützung des Kindes im Alltag, z.B. Kindergarten/Schule
Begleitung des Kontakts zur Herkunftsfamilie
  • Planung, Organisation und Begleitung von Umgangskontakten, sofern dies dem Kindeswohl dient
  • Unterstützung bei der Verarbeitung von Herkunftskonflikten und Identitätsfragen
Zusammenarbeit mit Fachkräften und Institutionen
  • Regelmäßiger Austausch mit dem Jugendamt, Schulen/Kindergärten, Ärzten und anderen relevanten Fachstellen
  • Dokumentation und Berichterstattung über den aktuellen Stand und die Entwicklung des Kindes während des Aufenthalts

Unser Team des Pflegekinderdienstes der CFH

Bei Interesse oder Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns, um unser Team kennenzulernen und mehr über die Pflegekinderhilfe zu erfahren.

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